Natur

Die Vulkaninsel Fuerteventura mit ihrer besonderen Natur ist lediglich durch eine Meerenge vom afrikanischen Festland getrennt. Dies beeinflusst die Landschaft sowie die Flora und Fauna der zweitgrößten Kanareninsel auf besondere Weise.

Steinwüsten, kahle Berghänge, aber auch sanft geschwungene Hügelketten und unendlich weite Strand- und Dünenlandschaften prägen die äußere Form der Insel.

Man muss diesen einsamen, kargen Landstrich auf sich wirken lassen, um die einmalige Schönheit für sich aufzuschließen.

Vulkanisch geprägte Natur auf Fuerteventura

Vor knapp 40 Millionen Jahren schuf vulkanische Aktivität im Meer den Grundstock für die heutige Erhebung Fuerteventura.

Weite Teile der Insel wurden vor etwa 12 bis 20 Millionen Jahren gebildet. Auch noch vor 10000 Jahren floss Lava über die Insel.

Malpaises und fruchtbare Oasen

Malpaises werden die betroffenen jungen Landstriche genannt, die heute kaum verwittert und unfruchtbar sind.

Ältere Lavafelder hingegen wie etwa bei La Oliva im Inselnorden fallen wegen ihrer guten Böden durch reichen Bewuchs auf.

Flora von Fuerteventura

Bei der Flora wird man aufgrund des trockenen Klimas, der Sonneneinstrahlung und der kargen Böden auf Fuerteventura vergeblich nach üppig grüner Vegetation suchen. Einige Pflanzen jedoch haben sich dieser Umgebung anpassen können.

Die Flechten gelten als Pionierpflanzen, besonders auf den jungen Vulkanböden (malpaises). Die orange Krustenflechte etwa setzt in der kargen Landschaft farbige Akzente.

Pflanzen-Spezialisten bei Trockenheit

Auf Jandias Sandlandschaften blüht es trotz des salzhaltigen Bodens in der kälteren Zeit: Farbenfroher Strandflieder sowie gelber Ginster, Gliedermelde oder die Schmarotzerpflanze Gelbe Cistanche.

Regnet es im Winter, so entsteht sogar in der sonst kargen Dünenlandschaft für kurze Zeit ein Blütenmeer.

Wolfsmilch und Opuntien

Im Hinterland lassen sich Feigenkakteen, Opuntien und einige besonders spezialisierte Wolfsmilcharten finden.

Pflanzen, die sich den örtlichen Gegebenheiten angepasst und speziell entwickelt haben, nennt man Endemiten. Viele der auf Fuerteventura heimischen Pflanzen sind oft nur hier oder auf den anderen Kanareninseln zu finden.

Grüne Endemiten

In der Nähe von Berghängen, wo feuchtigkeitsspendende Passatwinde ihren Einfluss geltend machen, habe sich früher Buschwald etablieren können. Einige wenige wilde Ölbäume im Bergland von Betancuria zeugen von einer Zeit vor der Abholzung.

Kommt man jedoch über 400m Höhe, so nimmt die Vegetation auch heute noch zu. Gänsedisteln, Klee oder Goldstern und weitere Vertreter der Flora gedeihen in der feuchteren Lage. Kanarische Dattelpalmen finden sich vor allem in Talsohlen, wo das Grundwasser für die Wurzeln in erreichbarer Nähe ist.

Fauna der Kanareninsel

Die Fauna auf Fuerteventura gibt sich infolge der harten Umweltbedingungen weniger variantenreich als die Fauna unter Wasser vor der Küste. Ziegen und Erdhörnchen sowie einige Reptilien und Vögel beleben die Insel.

Überaus häufig anzutreffen ist das Nordafrikanische Erdhörnchen, das in den 1960er Jahren eingeschleppt wurde. Das putzige Nagetier vermehrte sich enorm und ruft heute Schäden der Vegetation hervor.

Endemische Tierwelt

In der Strandregion fühlt sich vor allem der Skink wohl. Mit dem endemischen nachtaktiven Fuerteventura-Mauergecko und der Purpurarien-Eidechse sind zwei Arten von Reptilien auf der Insel vertreten.

Vögel wie die Fuerteventura-Kragentrappe, die in den Dünengebieten lebt, sowie der Kanarenschmätzer, der in den Tälern zu finden ist, gehören zu den bedrohten und seltenen gewordenen endemischen Tieren Fuerteventuras. Farbenfrohe Schmetterlinge wie der häufige Admiral ergänzen die Inselfauna.

Gefürchtete Heuschrecken

Gefürchtet auf Fuerteventura sind die Schwärme afrikanischer Wanderheuschrecken. Per Südwind werden sie auf die Insel transportiert, fallen über Felder her, deren Ernte sie in kürzester Zeit vernichten können.

Vor allem im 19. Jahrhundert richteten sie große Schäden an. Aber auch in den vergangenen Jahrzehnten waren größere Invasionen zu beobachten.

Buntes Leben im Atlantik

Umso vielfältiger dagegen ist die Fauna des Meeres! Im Übergang von Land zu Wasser finden Sie Krebse und Schnecken. Weiter im Atlantik vor Fuerteventuras Küsten tummeln sich im blauen Atlantik Seesterne, Tintenfische, Brassen, Thunfische und vieles mehr, welches beim Tauchen oder Schnorcheln zu entdecken ist.

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