Villa Winter

Die geheimnisumwitterte Villa Winter liegt an der Westseite der Halbinsel Jandia. Im Stil eines spanischen Gutshofes thront die mächtige Villa Winter mit ihrem runden, hohen Turm etwas oberhalb des Dorfes Cofete.

Der deutsche Ingenieur Gustav Winter pachtete um 1940 weite Ländereinen im Inselsüden und veranlasste den Bau der Villa Winter. Einsam ist die Gegend, in die es Don Gustavo, wie ihn die einheimische Bevölkerung nannte, zog.

Gerüchteküche, Legenden und Agentengeschichten

Einigen Mutmaßungen zufolge hätten deutsche Nationalsozialisten hier einen Exilsitz und Unterschlupf für ranghohe Nazis geplant, sollten sie im Zweiten Weltkrieg in Bedrängnis geraten.

Anderen Gerüchten nach soll mit der Villa Winter ein geheimer deutscher U-Boot-Stützpunkt geplant worden sein.

Für einige Betrachter zeuge bereits der großzügig angelegte Patio der Villa Winter von großen Plänen, die hier verfolgt worden seien.

Unumstritten ist: Massiv und imposant ruht die zweistöckige Villa Winter mit ihrem mächtigen Turm am sanften Hang.

Wofür der Turm jedoch diente - oder dienen sollte - ist ebenso Teil von Spekulationen. Peilungspunkt für Flugzeuge oder besser für U-Boote?

Schließlich liegt die Villa Winter an einem der längsten Strände der Kanaren. Wunderschön sind die feinsandige Playa de Cofete und die Strände von Barlovento.

Großer Landbesitz auf der Halbinsel Jandia

Neben allen Mutmaßungen ist klar, dass Gustav Winter im Jahr 1962 zum Besitzer eines gut 2000 Hektar großen Grundstücks auf der Halbinsel Jandia wurde. Der vorherige Pachtvertrag lief nach langen Jahren aus, dieser Landbesitz wurde ihm offiziell zugesprochen.

1971 verstarb Gustav Winter auf der Kanareninsel Gran Canaria.

Bis heute bietet die Villa Winter viel Gesprächsstoff, der auch in absehbarer Zukunft nicht so schnell verstummen wird.

Umgebung der Villa Winter

Wer die Villa Winter und die Bar in Cofete an Fuerteventuras Westküste besuchen möchte, macht sich am besten ab Morro Jable mit einem Geländewagen auf den Weg.