Topfoto FuerteventuraLIVE

Montana Tindaya

Das Projekt Montana Tindaya, die Aushöhlung des Berges Tindaya auf Fuerteventura, sollte die Werke baskische Künstler Eduardo Chillida krönen. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler schuf monumentale Skulpturen, die internationale Anerkennung fanden.

Er wollte im Inneren des Berges einen 'lugar para todos los hombres', einen Ort für alle Menschen, schaffen.

Der bekannte Bildhauer und Grafiker verstarb jedoch im August 2002 in seiner Heimatstadt San Sebastian bevor er dieses große Vorhaben realisieren konnte.

Museum der Leere

Es sollte ein einmaliges Museum der Leere werden, in dem der Besucher mittels besonderer Lichtführung spüren sollte, dass alle Menschen Brüder sind.

Chillida wollte dies über drei von außen nicht sichtbare Schächte, die gen Sonne, Mond und Atlantik ausgerichtet würden, erreichen.

Chillidas umstrittenes Projekt

Der Traum Chillidas war und ist jedoch sehr umstritten. Schon in den 90er Jahren stieß das Tindaya-Projekt auf den erbitterten Widerstand von Umweltschützern.

Auch lokale Politiker wandten sich zunächst strikt gegen die Großskulptur, erst später zeigten sie sich an der Durchführung interessiert. Archäologen sprechen von der Entweihung eines Ortes von herausragender kulturhistorischer Bedeutung.

Denn seit prähistorischer Zeit gelte Montana Tindaya als heilig. Der Gipfel, auf dem Petroglyphen zu finden sind, steht bereits unter Schutz.

Veruntreute Gelder?

Auch wenn sich die kanarische Inselregierung lange unentschlossen gezeigt hatte, so gab sie doch kurz vor dem Tod des Künstlers ihre Zustimmung zum Projekt.

Mitte der 90er Jahre stellte die Regierung einen Betrag für geologische Untersuchungen in Millionenhöhe zur Verfügung. Wo dieses Geld gelandet ist, ist bis heute unklar.

Wegen Korruption und dem Verschwinden von Millionenbeträgen aus Regierungskassen wird nun polizeilich ermittelt. Kanarische Politiker müssen vor Gericht zur Klärung des Falles beitragen.

Befürworter kämpfen

Bislang seien insgesamt mehr als 20 Millionen Euro ins Projekt geflossen, obwohl die technische Durchführbarkeit letztlich nicht garantiert werden konnte.

Die erste Untersuchungsphase sei positiv ausgefallen. Ob der Berg Montana Tindaya der massiven Aushöhlung standhält, steht noch offen. Doch die Befürworter des Chillida-Projektes setzen sich weiter vehement für dessen Realisierung ein.

Orte in der Umgebung der Montana Tindaya

La Oliva

Die gepflegte Ortschaft im Inselnorden hat viel für kulturell interessierte Urlauber zu bieten. Ein Stopp in La Oliva lohnt!

Puerto del Rosario

Die Hauptstadt Fuertes bietet die zahlreiche Shoppingmöglichkeiten, maritimes Flair und typisch kanarisches Ambiente.

Corralejo

Corralejos Dünenstrände, die Grandes Playas, sind weit über Fuerteventura hinaus bekannt. Zudem lohnt auch der lebhafte Hafenort an sich einen Besuch.

El Cotillo

Der Urlaubsort Cotillo lädt ein mit seinen Stränden und dem entspannten Charme rund um den alten und neuen Hafen.

nach oben